WIR WOLLEN DEINEN ERFAHRUNGSBERICHT!

Du hast bzw. wirst Work and Travel, Freiwilligenarbeit, WWOOF oder Farmarbeit im Ausland machen? Dann freuen wir uns auf deinen Erfahrungsbericht!
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Auslandszeit-Team
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WIR WOLLEN DEINEN ERFAHRUNGSBERICHT!

Beitrag von Auslandszeit-Team » Mo Mai 21, 2012 10:07 am

Du hast vor, in Australien als Fruitpicker deinen Working Holiday zu finanzieren, in Kanada auf einer Pferderanch als Wwoofer auszuhelfen oder in Südafrika Freiwilligenarbeit zu leisten und an einem Löwenprojekt mitzuhelfen? Oder du hast sowas schon erlebt und möchtest gerne andere daran teilhaben lassen? Dann würden wir uns sehr über deinen Erfahrungsbericht freuen, den wir auf www.auslandsjob.de, www.freiwilligenarbeit.de oder www.farmarbeit.de veröffentlichen. Ewas zu verdienen gibt's sogar auch, nämlich 30 EUR für deinen veröffentlichten Erfahrungsbericht! Also worauf wartest du noch? Weitere Infos hierzu auch unter http://www.auslandsjob.de/erfahrungsberichte.php, bis gleich;D!

Dein Auslandszeit-Team!
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Manxie
Beiträge: 2
Registriert: Mo Jun 25, 2012 10:42 am

Erfahrungsbericht - Farmstay Norwegen

Beitrag von Manxie » Mo Jun 25, 2012 10:53 am

Hallo

ich frage mich, ob jemand eigene Eindrücke und Erfahrungen über Farmarbeit in Norwegen geben kann.
Die Informationsseiten geben ja bereits Aufschluss, aber es ist ja klar, dass ich nicht einfach eine Farm auswähle, meine Koffer packe und abreise.
Ich frage mich, aus welchem Alltag ihr raus seid und was. Ich bin fest im Berufsleben und bin mir nicht sicher, was während eines Auslandsaufenthaltes (länger, da ich evt. ein Jahr weg möchte, möglicherweise in versch. Länder) beachtet werden muss. Wie sieht das mit den Formalitäten aus die dann hier anfallen? Muss ich mich in Deutschland arbeitslos melden, Steuererklärung machen etc.
"Quocunque Jeceris Stabit"

Wanderer
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Re: WIR WOLLEN DEINEN ERFAHRUNGSBERICHT!

Beitrag von Wanderer » Do Feb 07, 2013 2:52 pm

Hmm... ich wüsste wirklich gern, ob jemand einen Erfahrungsbericht zu dem Thema Irland bringen könnte. Das Land interessiert mich sehr stark und ich wüsset aber gern, wie da so der Alltag aussehen könnte, ob einem das Leben dort leicht fällt und so weiter...
"Und ich habe mich so gefreut!" sagst du vorwurfsvoll, wenn dir eine Hoffnung zerstört wurde. Du hast dich gefreut - ist das nichts?

Tortelini
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Re: WIR WOLLEN DEINEN ERFAHRUNGSBERICHT!

Beitrag von Tortelini » So Jun 16, 2013 2:52 pm

Hey,
hat vielleicht jemand ein Work and Travel in Japan gemacht?
Was kann man da für Jobs machen? Wie läuft das Ganze ab, von wegen Konto eröffnen? Sollte man das vor Ort machen? Ist es sinnvoll sich dort ein Auto zu mieten, oder kommt man aufs Land auch gut mit Zug/Bus? Wäre ein Auto zu mieten überhaupt sinnvoll?
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Lebe deine Träume, denn du lebst nur einmal.
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Gralle
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Re: WIR WOLLEN DEINEN ERFAHRUNGSBERICHT!

Beitrag von Gralle » Fr Aug 09, 2013 10:25 am

:D Es will immer nur jemand was wissen, aber keiner kann Infos geben ;) Schade, viele Anfänger hier dabei... mich eingeschlossen ;)
http://heading-off-to-ireland.jimdo.com/g%C3%A4stebuch/ Hab hier nur mal sowas gefunden....
Ein wahrer Freund kommt mit Plan B und Vodka.

schmurmel98
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Re: WIR WOLLEN DEINEN ERFAHRUNGSBERICHT!

Beitrag von schmurmel98 » Fr Aug 15, 2014 12:29 pm

Hier mal der ERfahrungsbericht von Freunden von mir, die W&T in Kanada gemacht haben:

Meine Reisevorbereitungen

Ich beantragte im März mein Work-and-Travel-Visa auf der Homepage der Regierung. März war ziemlich knapp, denn die Visa sind limitiert und schnell ausgebucht. Schon Mitte April bekam ich meine Zusage. Im Internet buchte ich auf Lastminute.de mein Flugticket für München – Montreal und wieder zurück, was mich 900 € kostete. Warum Montreal? Ich las, dass es die größte bilinguale Stadt sei. Für die Provinz Quebec ist Französisch sehr wichtig. Die Städte sind eindeutig Französisch, Werbung in der Stadt, Verkehrsschilder, Zugtickets, Informationsstände und die Menschen - „Quebecois“ genannt - reden dich auf französisch an. Die meisten Einwohner können nur Französisch sprechen, wenige sind bilingual und die vielen Touristen aus aller Welt unterhalten sich hier auf Englisch.

Schon bald beantragte eine Reiseversicherung beim ADAC und eine VISA Kreditkarte für mein Bankkonto. Ich fing an zu telefonieren, viel im Internet zu suchen – nach Stellenangeboten, nach Jobs für Deutsche, deutschsprachige Kindergärten... die Kindergärten und Schulen sind im Sommer zu. Letztendlich fand ich nichts.
Es geht los! Arbeiten und...

In Montreal am Flughafen angekommen stellten mir die Grenzbeamten mein Visum aus. Es ist ab dem Einreisetag ein Jahr lang gültig. Es ist verboten als Kinderaufsicht, Lehrer in Schulen, im Gesundheitswesen und in der Landwirtschaft zu arbeiten.

Schon in Deutschland hatte ich glücklicherweise eine kanadische Touristin aus Montreal kennen gelernt, die mich für eine Woche zu sich einlud. Ich wohnte gleich die erste Woche bei ihrer Familie. Sie hat mir mein Bewerbungsschreiben auf beiden Sprachen (sehr wichtig, denn viele können nur Französisch oder nur Englisch) korrigiert, optimiert und ausgedruckt (ca. 25 Stück).

Wir gingen in die Stadt und kauften eine Simkarte für mein Handy – mein europäisches Handy musste erst für Kanada deaktiviert werden (45 $) - und beantragten im Rathaus eine Sozialversicherungsnummer.

Danach gingen wir zusammen in den Touristenteil der Stadt. In den Restaurants habe ich nach „Est-ce que vous engagez?“ gefragt, mich vorgestellt, Smalltalk gemacht und bin weiter ins nächste Restaurant gegangen. Zwei Tage verliefen so, bis mich ein Restaurant anrief, und mich für den nächsten Tag zum Probearbeiten einlud. Von dem Tag an wollte mich mein Chef „40 Stunden die Woche“. Ich verdiente den Mindestlohn: ca. 8,5 Can $ pro Stunde. Ich konnte davon gut meine Jugendherberge bezahlen, die mich 25 $ die Nacht kostet. Bezahlt wurde ich alle zwei Wochen per Scheck. Meine Schecks kann ich erst in Deutschland bei meiner Bank einlösen.
...Reisen

Drei Wochen arbeitete ich. Danach wollte ich mehr vom Land sehen und ging die letzten drei Wochen auf eine Tour von Montreal – Quebec – Ottawa – Toronto – Niagara Fälle – New York. Gereist bin ich per Mitfahrgelegenheit. Auf http://www.kijiji.ca oder http://www.craiglist.ca habe ich immer ein passendes Angebot gefunden. In den Autos konnte ich viel mit den Einheimischen reden und mir Reisetipps suchen. Freundschaften knüpfte ich auch – sie wollten mich alle gleich in facebook hinzufügen. Das war praktisch, denn dann konnte ich sie auch nach einem Schlafplatz für einige Nächte fragen. So versuchte ich auf meiner Tour, immer bei Bekannten privat zu schlafen (http://www.couchsurfing.com). Internetzugang war nie ein Problem. In jedem Hostel, McDonalds oder Subway, Bahnhof, in den meisten Bussen und an vielen touristischen Plätzen gab es gratis Wlan. Über ein Smartphone konnte ich problemlos meine weitere Reise planen und nach Hause Skypen. Hostels reserviert habe ich selten. Wenn sie voll waren, dann suchten sie mir immer per Telefon an der Rezeption nach einer Alternative in der Nähe.

In den Herbergen traf ich viele Studenten aus Europa, die für das kommende Trimester ein WG-Zimmer suchten. Außerdem traf ich viele aus Europa, die das gleiche Arbeitsvisum wie ich hatten. Einige fanden einen Job in der Jugendherberge direkt. Sie arbeiteten an der Rezeption für 20 Stunden die Woche und hatten freie Logie.

Fazit: 6 Wochen waren eindeutig zu kurz um zu arbeiten und zu reisen. Also, lernt aus meiner Erfahrung und plant insgesamt mehr Zeit für so ein großes Land ein ;)

LudwigF
Beiträge: 1
Registriert: Mo Mai 09, 2016 5:08 pm

Re: WIR WOLLEN DEINEN ERFAHRUNGSBERICHT!

Beitrag von LudwigF » Mo Mai 09, 2016 6:02 pm

Hier mein Erfahrungsbericht aus Ghana.

Ludwig


Am 6.4.2015 kam nach monatelanger Vorbereitung endlich der Tag, an dem ich mein großes „Ghana-Abenteuer“ startete. Vom Münchener Flughafen flog ich über das Drehkreuz für transatlantische Flüge, dem Londoner Flughafen Heathrow, mit der britischen Fluggesellschaft „British Airways“ nach Accra, der Hauptstadt von Ghana. Nach einem 6-stündigem Flug kam ich abends dort an und konnte kurz darauf schon einen ersten Eindruck der klimatischen Veränderung erfahren. Meinen Reisetag begann ich in München bei 4 Grad und beendete ihn letztlich in Ghana bei 30 Grad (um 22.30 Uhr, Ortszeit). Obwohl meine Ankunftszeit sehr spät war, durfte ich noch am gleichen Abend Mama Mina und all ihre Volunteers kennenlernen. Zu mehr als einem kurzen Gespräch war ich jedoch nach all den Reisestrapazen nicht mehr in der Lage. Am nächsten Morgen, beim täglichen gemeinsamen Frühstück konnte ich in Ruhe alle Volunteers richtig kennenlernen und ich verstand mich von Anfang an sehr gut mit ihnen. An diesem nun für mich ersten Tag in Ghana wurde ich noch einmal herzlich von Mama Mina begrüßt und wir unterhielten uns sehr lange. Mama Mina war während meines ganzen Aufenthaltes in Ghana wie eine zweite Mutter für mich, half mir in jeder nur erdenklichen Situation und hatte stets ein offenes Ohr für mich und meine Probleme. Mit einer anderen Volunteerin absolvierte ich meine sogenannte „Eingewöhnungswoche“, in der wir alles Notwendige zum Land Ghana und dessen Menschen und deren Kultur lernten, was wir in unserem Aufenthalt einmal brauchen würden. In dieser Woche hatten wir z.B. eine Stadtführung durch Accra, lernten einiges über die Vergangenheit Ghanas kennen, bekamen eine kurze Einführung in die Landessprache (das Twi) und bekamen von Mama Mina wichtige Hinweise darüber, wie man sich zu verhalten hatte, um sich den Aufenthalt sowohl sicher als natürlich auch angenehm zu machen. Nach dieser Woche, die unabhängig von seiner späteren Tätigkeit jeder Volunteer absolvieren muss, wurde ich zu meinem Projekt gebracht, dem Good Shepherd Orphanage in Ofaakor, einem Waisenhaus, das etwa eine Stunde von Mama Minas Haus entfernt ist.
Ursprünglich war ich dort für das eigene Fußballteam als Coach vorgesehen, was ich auch meinen ganzen Aufenthalt über getan habe, jedoch bekam ich gleich unzählige Angebote zum Helfen und zum Arbeiten. Wie gerade schon erwähnt bestand meine Hauptaufgabe darin, den Coach der Shepherd Stars als Assistent zu unterstützen. Ich übernahm Teile des täglichen Trainings, organisierte den Spielbetrieb und kümmerte mich um die persönlichen Belange der einzelnen Spieler.
Zur Veranschaulichung möchte ich hier kurz einen typischen Tagesablauf von mir beschreiben:
Ich begann meinen Tag sehr früh (um 5.30 Uhr), da aufgrund der Hitze das tägliche Training schon um 6.00 Uhr stattfand. Wir trainierten jeden Tag etwa 2-3 Stunden, sodass wir dann ca. gegen 9 Uhr frühstücken konnten. Rein theoretisch wären meine Tagesaufgaben damit schon erledigt gewesen. Deshalb stand ich dann im weiteren Tagesablauf immer sehr eng mit dem Teammanager in Verbindung und somit arbeiteten wir jeden Tag dann an organisatorischen Dingen, die das Team betrafen. So schafften wir es während meines Aufenthaltes dort, eine eigene Facebook Seite für das Team zu erstellen, wir konnten alle Spieler durch eine kleine finanzielle Spende von mir für zwei Jahre mit einer Gesundheitsversicherung versorgen und konnten letztlich sogar nach einigen bürokratischen Hürden alle Spieler offiziell bei dem ghanaischen Fußballverband anmelden. Mittags gab es dann wieder etwas zu essen und danach kehrte für 1-2 Stunden ein bisschen Ruhe ein. Meist ruhte ich mich ein wenig aus, wich der glühenden Sonne etwas aus und begann dann nochmals zwei bis drei Stunden mit dem Teammanager zu arbeiten. Nahezu jeden Tag trafen sich ein paar Spieler und ich gegen 5 Uhr nachmittags und spielten immer noch ein bisschen Fußball zusammen. Nach diesen meist heißumkämpften Partien gab es Abendessen und zum Ausklang eines jeden Tages, saßen ich und die Spieler oft noch lange im Freien und unterhielten uns meist bis tief in die Nacht. Uns gingen nie die Gesprächsthemen aus und ich musste und durfte viel von dem für die Afrikaner weit entferntem Europa erzählen.
Unter den Volunteers von RGV ist es normal so üblich, dass man am Wochenende von seinem Projekt „heimkommt“, also zu Mama Mina, und von dort aus dann Ausflüge und Reisen in das ganze Land macht. Dadurch, dass ich am Sonntag mit meinem Team immer ein Spiel im Ligabetrieb zu bestreiten hatte, reiste ich meistens getrennt an und wieder ab. Trotzdem konnte ich mit den anderen Volunteers einige wunderschöne Ausflüge in die verschiedensten Region machen. Wir besuchten z.B. die Volta-Region, stiegen dort zu einem Wasserfall auf und übernachteten unter freien Himmel. Des Weiteren machten wir Wochenendausflüge z.B. nach Cape Coast oder nach Busua, einer der wenigen Orte in Ghana wo man sich unter Touristen aus der ganzen Welt wiederfindet. Die anderen Volunteers nahmen sich auch einmal ein paar Tage mehr Zeit, um die Schönheit des Nordens Ghanas mit all den frei lebenden Tieren und der einzigartigen Naturlandschaft zu entdecken. Durch den oben schon erwähnten Ligaspielbetrieb blieb mir dieses Erlebnis leider verwehrt. Doch hier sieht man auch noch einmal sehr deutlich, dass doch sehr auf die individuellen Wünsche eines jeden Einzelnen sehr viel Rücksicht genommen wird.
Abschließend kann ich voller Überzeugung sagen, dass sich mein „Ghana-Abenteuer“ vollkommen gelohnt hat und dass ich es jedem noch Zweifelnden es nur ans Herz legen kann, so eine Erfahrung einmal selbst zu machen. Genau diese Erfahrung, die mich ein ganzes Leben begleitet, mich allein in einer durchaus anderen Welt „durchgeschlagen“ zu haben, war mein Ansporn für eine solchen Reise und ist gleichzeitig auch meine größte Errungenschaft aus dieser Zeit.

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